Schindler Technik AG

Ich bin gerade bei der Schindler Technik AG auf einer Baustelle. Da müssen Strom-, Telefon- und Internetkabel vom Schaltschrank zur Endstelle gezogen werden, z.B. zur Steckdose. Dafür werden durch die Flure Trassen gebaut und die Kabel da durchgelegt und miteinander verschaltet. Dabei helfe ich den Elektrikern. Die machen da keinen Halt davor, dass ich eine Frau bin, das ist ganz cool. Da kommt man richtig ins Schwitzen. Einmal haben wir ein Loch durch die Decke gebohrt zu den Serverräumen und die Trasse ins nächste Stockwerk zu den Serverräumen gelegt.

Bogen Electronic GmbH

Davor war ich bei der Bogen Electronic GmbH. Die machen Magnetköpfe und Lesegeräte und codieren Magnetringe für verschiedene Firmen. Da habe ich ganz viel Programmieren gelernt. Ich musste zum Beispiel auf einem Brett verschiedene Leuchten über ein Programm ansteuern. Ich habe dort auch ein Knight-Rider-Licht programmiert, das läuft so hin und zurück. Ich habe dabei einen Regler eingebaut, mit dem konnte man das Licht anhalten. Das war ganz cool und hat Spaß gemacht.

Bei Bogen war es interessant, weil ich in jedem Bereich einmal war. Ich habe im Lager angefangen, wo ich Material ausgepackt und Teile abgewogen und gezählt hab. Danach bin ich in den Einkauf, wo ich gezeigt bekommen hab, woher die Teile kommen, die ich abwiege. Dann war ich in der Produktion. Dort habe ich die Teile, die ich abgewogen hab, zusammengebaut. In der Qualitäts­sicherung habe ich anschließend die Teile geprüft, die ich davor gebaut hatte. Im letzten Teil war ich dann in der Entwicklung, wo ich die Teile entwickelt hab, damit sie überhaupt gebaut werden können. Damit hat sich der Kreis dann geschlossen.

Freie Universität Berlin

In meinem ersten Praktikum war ich an der Freien Universität in der Betriebstechnik. Dort habe ich quasi alle Basics gelernt, z.B. wie man Leitungen zieht, Rohre zuschneidet und Kabel legt. Das kann ich alles jetzt in meinem dritten Praktikum wieder anwenden.

Wir waren das Notfall-Team, das immer gekommen ist, wenn in der FU etwas nicht funktioniert hat. Wenn bei der Schaltzentrale jemand einen Schaden gemeldet hat, haben wir einen Zettel bekommen, sind hingefahren, haben uns das angeguckt und entweder direkt repariert oder was bestellt, damit das später repariert werden konnte. Das Schöne daran war, dass man direkt sehen konnte, was man gemacht hat. Man hat die Kabel gezogen und am Ende des Tages hat das Licht wieder geleuchtet.

In der FU hatte ich außerdem jeden Morgen die Aufgabe, die ganzen Lüftungsanlagen in der Physik zu überprüfen. Ich bin immer in die Keller und hab geschaut, ob alles funktioniert. Es gab da riesige Schalttafeln, auf denen Fehlermeldungen angezeigt werden. Ich musste die dann kontrollieren und hätte melden müssen, wenn irgendwo ein rotes Lämpchen leuchtet.

Bei meinem Praktikum in der FU habe ich viele Schaltungen gebaut. Ich hatte da einen eigenen Raum, da war ein riesengroßes Brett. Meine Anleiter haben mir Zeichnungen gegeben und gesagt: „Bau das bitte nach und wenn du Fragen hast, dann melde dich.“  Das war sehr interessant, weil ich auf mich gestellt war und keine Ahnung hatte von nichts. Es war ja mein erstes Praktikum. Ich wurde da reingeworfen und hab dann relativ schnell relativ viel gelernt, zum Beispiel, wie die Zeichen für die verschiedenen Kabel aussehen und wo die Kabel hingehören. Das kann ich jetzt bei meinem dritten Praktikum bei der Schindler Technik AG alles anwenden.

Das Bauen der Schaltungen war auch eine gute Vorbereitung für den praktischen Auswahltest bei Vattenfall, bei dem ich verschiedene Stromkreise bauen musste. Durch mein erstes Praktikum konnte ich das und konnte den beiden anderen Bewerbern, die mit mir getestet wurden, dabei helfen.

EnterTechnik

Mich fasziniert, dass das Licht angeht, wenn man einen Lichtschalter betätigt, und wieso. Durch meine Praktika bei EnterTechnik habe ich gelernt, was für eine Arbeit allein schon hinter einem einzelnen Licht steckt, und wie viel schief gehen kann zwischen dem Licht und dem Schalter. Man kann da sehr viele Fehler machen. Das finde ich interessant, dass man so viele kleine Details lernt, die man sonst niemals beachten würde.

Und es geht ja immer noch komplizierter, das habe ich bei Bogen gelernt. Der Bereich der Magnetisierung ist nochmal ein ganz anderer Bereich, der aber auch zur Elektronik gehört. Der ist noch viel komplizierter als der, den ich bei der FU und bei Schindler Technik kennengelernt hab. Das ist so ein großes Feld und man kann da so viel lernen.

So geht es für mich weiter…

Ich habe einen Ausbildungsplatz als Mechatronikerin bei Vattenfall bekommen. Ich habe Vattenfall beim Markt der Möglichkeiten von EnterTechnik kennengelernt. Der Ausbilder hat mich angesprochen und gesagt, ich soll eine Bewerbung hinschicken. Ich hatte erst Bedenken, in diesem großen Unternehmen kein Mensch, sondern nur eine Nummer zu sein. Als ich dann aber dort zum Auswahltag war und mit den Azubis und den Ausbildern geredet habe, fühlte ich mich sofort aufgehoben.

Steckbrief

Drei Worte, die mich beschreiben: witzig, interessiert, Pullover

Das habe ich vor EnterTechnik gemacht: Abitur

Das ist mein liebstes Technikgerät: Computer

Warum ich mich bei EnterTechnik beworben habe: Ich war mit nicht sicher, was ich im technischen Bereich machen möchte.

Mein Blick in die Glaskugel: In einem Job, der mich immer wieder fordert und mich mit vielen neuen Dingen und Menschen konfrontiert.



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